Haltung/Fütterung
Unsere Pferde wohnen im Außenboxenstall mit vorgelagertem
Gemeinschafts-Sandpaddock.
Ausschlaggebend für die Planung unseres Stalls und damit der Haltungsform
war die Berücksichtigung folgender Grundbedürfnisse der Pferde:
| 1. |
Pferde benötigen als Lauftiere
regelmäßig viel Bewegung (vor allem im Schritt!) |
| 2. |
Pferde brauchen viel frische Luft.
Ihre Lungen würden durch warmen, feuchten Stallmief angegriffen.
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| 3. |
Pferde sind soziale Herdentiere und
brauchen Sozialkontakt mit ihresgleichen. |
Die Aufteilung in Boxen (allerdings nur
durch halbhohe Wände getrennt, damit ein Sozialkontakt ständig möglich ist)
haben wir deswegen dem Gruppenlaufstall vorgezogen, da unsere Pferde
unterschiedliche Futterrationen bekommen (Aufzuchtfutter für die Jungpferde,
Sportpferdefutter für die häufig gerittenen Pferde etc).
„Eingesperrt" in ihren Boxen sind unsere Pferde allerdings nur während
der Fütterungszeiten und nachts.
Ansonsten verbringen unsere Pferde den Tag gemeinsam im Paddock / auf der
Weide.
Bei der Fütterung unserer Pferde sind wir bemüht, sie möglichst ausgewogen
und individuell auf das Pferd abgestimmt (je nachdem, ob es sich um eine
tragende oder laktierende Stute, ein Jungpferd, ein oft gerittenes Pferd
handelt und wie das Pferd das Futter verwertet) zu gestalten.
Die Anteile an Struktur- und Rohfaserfutter, Energiefutter, Eiweiße,
Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine sind dabei für jedes Pferd je
nach Bedürfnissen in unterschiedlicher Menge zu geben.
Den Sommer verbringen unsere Pferde tagsüber auf der Weide, abends erhalten
sie als Raufutterbeigabe Futterstroh dazu und etwas Kraftfutter / Müsli (je
nach sportlicher Beanspruchung bzw. nach Wachstum) mit pelletiertem
Mineralfutter. Dazu geben wir noch Knoblauchzehen und Äpfel oder Bananen
oder Birnen.
Im Winter füttern wir unsere Pferde morgens und abends mit Heu/Silage,
Kraftfutter, Hafer, Kräutermüsli (alles ebenfalls individuell auf die Pferde
ausgewogen), pelletiertem Mineralfutter und Möhren.
Während des Fellwechsels erhalten sie noch Bierhefepulver oder
Sonnenblumenöl oder Fermentgetreide.
Unsere Boxen streuen wir täglich neu mit einem Gemisch aus Sägemehl und
Hobelspänen ein, die Pferdeäpfel und evtl. nasse Stellen entfernen wir
täglich morgens und abends. Auch unsere Paddocks und Weiden äppeln wir
täglich ab.
Diese Form der Pferdehaltung und die individuelle Fütterung ist zwar
arbeitsintensiv und zeitaufwendig, wir hatten jedoch damit bis jetzt immer
gute Erfahrungen und unsere Pferde danken es uns mit Ausgeglichenheit,
Gesundheit und Vitalität.
Wir hoffen natürlich, dass das auch weiterhin so bleibt. |